Poolterrasse planen: Rutschhemmung, Entwässerung und Aluminium-Unterkonstruktion
Eine hochwertige Poolterrasse ist weit mehr als eine optische Umrandung des Schwimmbeckens. Sie verbindet Architektur, Sicherheit, Entwässerung, Materialtechnik und Nutzungskomfort zu einer gemeinsamen Konstruktion. Besonders bei anspruchsvollen Wohnhäusern, Hotels, Wellnessanlagen und exklusiven Gartenprojekten muss die Poolterrasse sowohl technisch zuverlässig als auch gestalterisch präzise ausgeführt werden.
Wasser, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen, Reinigungsmittel und intensive Sonneneinstrahlung stellen hohe Anforderungen an den Bodenaufbau. Gleichzeitig wird die Fläche häufig barfuss genutzt. Rutschhemmung, Ebenheit, Oberflächentemperatur und saubere Anschlüsse an den Poolrand sind deshalb bereits während der Planung zu berücksichtigen.
Das modulare LOTTERS Aluminium-Bodensystem ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Oberbeläge wie Feinsteinzeug, WPC oder begehbares Sicherheitsglas. Die sichtbaren Aluminiumprofile strukturieren die Fläche und schaffen klare, gerade Fugen. Dadurch kann eine Poolterrasse technisch aufgebaut und gleichzeitig als eigenständiges architektonisches Element gestaltet werden.
Weitere Informationen zum Systemaufbau finden Sie unter:
LOTTERS Aluminium-Bodensystem
Warum eine Poolterrasse besondere Anforderungen stellt
Im direkten Umfeld eines Schwimmbeckens ist dauerhaft mit Wasser zu rechnen. Spritzwasser, Regen, Reinigungsarbeiten und nasse Badegäste sorgen dafür, dass die Bodenfläche regelmässig feucht oder vollständig nass wird.
Eine geeignete Konstruktion muss deshalb mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen:
- sichere Begehbarkeit bei Nässe
- kontrollierte Ableitung von Wasser
- beständige Materialien
- präzise Anschlüsse am Beckenrand
- möglichst ebene Bodenflächen
- ausreichende Belastbarkeit
- zugängliche Wartungsbereiche
- einfache Reinigung
- gestalterische Integration in Architektur und Garten
- Berücksichtigung thermischer Materialausdehnung
Die Auswahl eines hochwertigen Belags allein reicht nicht aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel zwischen Oberbelag, Unterkonstruktion, Entwässerung und angrenzenden Bauteilen.
Rutschhemmung als zentrale Sicherheitsanforderung
Rutschhemmung gehört zu den wichtigsten Kriterien bei der Planung einer Poolterrasse. Feuchte oder nasse Bodenflächen können insbesondere bei glatten Oberflächen schnell zu einer Sturzgefahr werden.
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung empfiehlt, Schwimm- und Hallenbäder mit rutschhemmenden Boden- und Treppenbelägen auszustatten. Zusätzlich sollen die verwendeten Beläge regelmässig durch Fachpersonen kontrolliert werden.
Auch bei privaten Poolanlagen sollte die Rutschhemmung nicht allein nach der Produktbeschreibung beurteilt werden. Entscheidend ist die tatsächliche Nutzungssituation.
Dabei spielen unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:
- Nutzung mit nassen Füssen
- Barfussbegehung
- Neigung der Bodenfläche
- Oberflächenstruktur
- Verschmutzungen
- Algen- oder Kalkbildung
- Reinigungs- und Pflegemittel
- stehendes Wasser
- Abnutzung der Oberfläche
- Übergänge zwischen verschiedenen Materialien
Ein Belag kann im trockenen Zustand sicher wirken und bei Nässe dennoch deutlich rutschiger werden. Deshalb sollten Planer und Bauherren auf geeignete Prüfwerte, Herstellernachweise und Empfehlungen für Nass- beziehungsweise Barfussbereiche achten.
Die BFU empfiehlt bei Neubauten und Sanierungen grundsätzlich den Einsatz rutschhemmender Bodenbeläge. Zudem sollten Bodenflächen eben verlegt sein und keine hochstehenden Kanten aufweisen.
Weiterführende Informationen:
BFU – Schwimmbad und Hallenbad sicher planen
BFU – Rutschhemmende Bodenbeläge
Feinsteinzeug für die Poolterrasse
Feinsteinzeug gehört zu den häufig eingesetzten Materialien im hochwertigen Poolbau. Es ist in zahlreichen Formaten, Farben und Oberflächen erhältlich und kann optisch an moderne Fassaden, Innenböden oder Gartenanlagen angepasst werden.
Typische Vorteile von Feinsteinzeug sind:
- geringe Wasseraufnahme
- grosse Auswahl an Oberflächen
- hohe Form- und Farbbeständigkeit
- pflegeleichte Oberfläche
- moderne und hochwertige Optik
- Verfügbarkeit grosser Formate
- Eignung für klare architektonische Raster
Trotz dieser Eigenschaften ist nicht jede Feinsteinzeugplatte automatisch für jeden Poolbereich geeignet. Materialstärke, Oberflächenstruktur, Rutschhemmung, Frostbeständigkeit und Auflagerung müssen zum jeweiligen Projekt passen.
Bei grossformatigen Platten ist besonders auf eine ausreichende Unterstützung zu achten. Ungeeignete Auflagerabstände können zu Spannungen oder Schäden führen. Massgebend sind die Angaben des Plattenherstellers sowie die konkrete Belastungssituation.
Aluminiumfugen als sichtbares Gestaltungselement
Bei einer herkömmlichen Poolterrasse wird die Fuge meist nur als notwendiger Abstand zwischen den Platten betrachtet. Beim LOTTERS-System wird sie bewusst als Gestaltungselement eingesetzt.
Die sichtbaren Aluminiumprofile erzeugen gerade und definierte Linien. Dadurch kann die Bodenfläche auf die Architektur des Gebäudes, die Form des Pools oder die Ausrichtung einer Pergola abgestimmt werden.
Mögliche gestalterische Vorteile sind:
- gleichmässige Fugenbilder
- klare Flächenaufteilung
- Betonung von Blickachsen
- strukturierte Übergänge zwischen Materialien
- hochwertige metallische Akzente
- präzise Anschlüsse an Glas und WPC
- vom modernen Yachtbau inspirierte Linienführung
Die Gestaltung orientiert sich an Prinzipien des Yacht- und Premiumdesigns: klare Linien, hochwertige Materialien, präzise Übergänge und technisch nachvollziehbare Details.
Der Bezug zum Yachtdesign beschreibt dabei die gestalterische Ausrichtung. Er stellt keine pauschale Zertifizierung oder Gleichsetzung mit einem technischen Yachtbauteil dar.
WPC-Dielen im Poolbereich
WPC-Dielen werden häufig für Poolterrassen eingesetzt, weil sie eine warme Dielenoptik mit vergleichsweise geringem Pflegeaufwand verbinden. Gerade bei barfüssig genutzten Flächen kann die Oberflächenwirkung eine wichtige Rolle spielen.
Für eine dauerhafte Konstruktion müssen jedoch auch bei WPC mehrere Punkte beachtet werden:
- zulässige Auflagerabstände
- thermische Längenausdehnung
- Wasserabfluss
- Hinterlüftung
- Befestigung
- Randabstände
- Oberflächentemperatur
- Beständigkeit gegenüber Poolwasser
- Reinigung und Pflege
- Rutschhemmung bei Nässe
Dunkle WPC-Dielen können sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark erwärmen. Bei intensiv genutzten Barfussbereichen sollte die Farbwahl deshalb nicht nur nach optischen Kriterien erfolgen.
Eine Aluminium-Unterkonstruktion kann eine formstabile und präzise Grundlage schaffen. Das Befestigungssystem muss jedoch auf das jeweilige WPC-Produkt abgestimmt werden.
Kombination von Stein, WPC und Glas
Eine hochwertige Poolanlage muss nicht vollständig mit einem einzigen Material ausgeführt werden. Besonders bei individuellen Projekten kann die Kombination mehrerer Beläge eine klare funktionale und gestalterische Gliederung schaffen.
Denkbar sind beispielsweise:
- Feinsteinzeug im Hauptbereich
- WPC in einer Loungezone
- Glasfelder als Licht- oder Designelement
- Aluminiumprofile als verbindende Linie
- Steinflächen entlang der Fassade
- WPC im Bereich einer Pergola
- Glasflächen über dekorativem Kies
- unterschiedliche Materialien zur Abgrenzung von Nutzungszonen
Dabei müssen die unterschiedlichen Materialeigenschaften berücksichtigt werden. Stein, WPC, Glas und Aluminium reagieren nicht identisch auf Temperatur, Feuchtigkeit und Belastung.
Übergänge dürfen deshalb nicht nur optisch geplant werden. Sie müssen Bewegungen aufnehmen, Wasser ableiten und dauerhaft belastbar bleiben.
Begehbares Sicherheitsglas am Pool
Begehbare Glasfelder können eine Poolterrasse architektonisch deutlich aufwerten. Unterhalb des Glases lassen sich dekorative Steine, Wasser, Beleuchtung oder technische Bereiche sichtbar machen.
Gerade in Verbindung mit klaren Aluminiumprofilen entsteht eine hochwertige Gestaltung, die sich an modernen Yachtdecks, Hotels oder exklusiven Spa-Anlagen orientieren kann.
Bei begehbarem Glas müssen jedoch hohe technische Anforderungen erfüllt werden:
- geeigneter Glasaufbau
- ausreichende Tragfähigkeit
- sichere Lagerung
- Berücksichtigung der Resttragfähigkeit
- geeignete Rutschhemmung
- kontrollierte Entwässerung
- Schutz der Glaskanten
- zugängliche Wartung
- Berücksichtigung thermischer Spannungen
- projektspezifische Bemessung
Die allgemeine Bezeichnung „Sicherheitsglas“ genügt nicht als technischer Nachweis. Der Glasaufbau muss für die konkrete Nutzung bemessen und fachgerecht geplant werden.
Weitere Informationen:
BFU – Sicheres Bauen mit Glas
Entwässerung der Poolterrasse
Eine Poolterrasse ist dauerhaft mit Wasser belastet. Spritzwasser und Niederschläge müssen deshalb kontrolliert abgeführt werden.
Die Entwässerung muss so geplant sein, dass Wasser nicht unkontrolliert in Richtung Gebäude, Fassade oder Türanschlüsse fliesst. Gleichzeitig darf es sich nicht dauerhaft unter dem Bodenbelag sammeln.
Zu berücksichtigen sind unter anderem:
- Gefällerichtung
- Oberflächenentwässerung
- Entwässerungsrinnen
- Abläufe
- Fugenöffnungen
- Abdichtungsebene
- Notentwässerung
- Beckenrand
- Fassadenanschlüsse
- Wartungs- und Reinigungsmöglichkeiten
Bei offenen Bodenaufbauten gelangt Wasser durch die Fugen unter den sichtbaren Belag. Dort muss es auf einer geeigneten Abdichtungs- oder Entwässerungsebene kontrolliert weitergeführt werden.
Die sichtbare Aluminiumfuge ersetzt keine Bauwerksabdichtung. Sie ist Teil des Boden- und Gestaltungssystems. Die darunterliegende Abdichtung muss unabhängig davon fachgerecht geplant werden.
SIA 271 bei Terrassen und angrenzenden Gebäudeteilen
Für Abdichtungen von Hochbauten ist in der Schweiz insbesondere die Norm SIA 271 relevant. Die aktuelle Normausgabe stammt aus dem Jahr 2021. Sie behandelt die Planung und Ausführung von Abdichtungen an Hochbauten.
Für die SIA 271:2021 wurde im Jahr 2024 die Korrigenda C2 veröffentlicht. Sie ist seit dem 1. März 2024 gültig.
Bei Poolterrassen wird die SIA 271 insbesondere dann relevant, wenn die Fläche an Gebäude, Terrassen, Balkone, Flachdächer, Türanschlüsse oder andere abzudichtende Bauteile anschliesst.
Die Norm ersetzt jedoch keine individuelle Detailplanung. Je nach Projekt können zusätzlich weitere Normen, Herstellervorgaben sowie kantonale und kommunale Bauvorschriften gelten.
Weiterführende Informationen:
SIA 271 – Abdichtungen von Hochbauten
Gefälle und Wasserführung
Das erforderliche Gefälle hängt vom gewählten Aufbau, der Oberfläche, der Entwässerung und den Anschlussdetails ab. Pauschale Gefälleangaben sollten deshalb nicht ohne Prüfung auf jedes Projekt übertragen werden.
Wichtig ist, dass Wasser gezielt zu Abläufen oder Rinnen geführt wird. Gegengefälle, Mulden und unkontrollierte Tiefpunkte sind zu vermeiden.
Bei der Planung sollte zwischen mehreren Ebenen unterschieden werden:
Gefälle des sichtbaren Belags
Das Gefälle der Oberfläche beeinflusst, wie schnell Wasser abläuft und wie komfortabel die Fläche begehbar bleibt.
Gefälle der Abdichtungsebene
Unterhalb eines offenen Belags muss auch die wasserführende Ebene so ausgebildet sein, dass Niederschlags- und Spritzwasser abgeführt werden kann.
Beckenrand und Überlaufrinne
Bei Überlaufpools oder speziellen Beckenkonstruktionen muss die Poolentwässerung mit der Terrassenentwässerung koordiniert werden.
Anschluss an das Gebäude
Wasser darf nicht in Richtung Türschwelle oder Fassade geführt werden. Besonders bei schwellenarmen Übergängen sind Entwässerungsrinnen und geschützte Anschlussdetails erforderlich.
Poolrand und Übergang zum Becken
Der Anschluss zwischen Poolterrasse und Becken gehört zu den sensibelsten Bereichen der gesamten Konstruktion.
Hier treffen unterschiedliche Bauteile und Materialien aufeinander:
- Beckenkonstruktion
- Abdichtung
- Randstein oder Randplatte
- Terrassenbelag
- Unterkonstruktion
- Entwässerung
- gegebenenfalls Überlaufrinne
Die Bewegungen dieser Bauteile müssen berücksichtigt werden. Ein starrer Anschluss kann zu Spannungen, Rissen oder Undichtigkeiten führen.
Bei der Detailplanung sind insbesondere folgende Punkte wichtig:
- Höhenlage des Belags
- gleichmässiges Fugenbild
- Gefälle vom oder zum Becken
- Schutz vor Stolperkanten
- saubere Randabschlüsse
- Wartungszugang
- thermische Ausdehnung
- Abdichtungsanschluss
- Befestigung der Randplatten
- Entwässerung zwischen Pool und Terrasse
Revisionsfähige Bodenbereiche
Bei einer Poolanlage befinden sich häufig technische Komponenten in unmittelbarer Nähe der Bodenfläche. Dazu gehören Leitungen, Abläufe, Beleuchtung, Pumpenanschlüsse, Sensoren oder Steuerungskomponenten.
Eine vollständig geschlossene Konstruktion kann spätere Wartungsarbeiten erschweren. Deshalb sollten technische Bereiche bereits während der Planung zugänglich gehalten werden.
Mögliche Lösungen sind:
- herausnehmbare Platten
- definierte Revisionsfelder
- zugängliche Rinnen
- demontierbare Randprofile
- gekennzeichnete Technikbereiche
- modular aufgebaute Belagsfelder
Ein modularer Aufbau kann die Wartung erleichtern. Die tatsächliche Demontierbarkeit muss jedoch projektspezifisch vorgesehen werden.
Aufbauhöhe und höhenverstellbare Stellfüsse
Bei Poolterrassen bestehen häufig unterschiedliche Höhen zwischen Gebäude, Poolrand, Gartenfläche und technischem Untergrund.
Höhenverstellbare Stellfüsse können dabei helfen, diese Unterschiede auszugleichen. Sie ermöglichen eine präzise Ausrichtung der Unterkonstruktion und können unregelmässige Untergründe kompensieren.
Bei der Planung sind folgende Punkte zu beachten:
- Tragfähigkeit des Untergrunds
- zulässige Höhe der Stellfüsse
- Abstände zwischen den Auflagern
- horizontale Stabilität
- Randbereiche
- Lastverteilung
- Gefälle der Abdichtungsebene
- Wind- und Verschiebesicherung
- Zugang zu Abläufen
- Höhenanschluss an Pool und Gebäude
Die Stellfüsse dürfen nicht ungeprüft auf empfindliche Abdichtungen gestellt werden. Gegebenenfalls sind Schutz- und Lastverteilungsschichten erforderlich.
Reinigung und Wartung
Eine Poolterrasse muss regelmässig gereinigt werden. Dabei können Wasser, Kalk, Sonnencreme, Blätter, Schmutz und biologische Ablagerungen die Oberfläche verändern.
Ein ursprünglich rutschhemmender Belag kann durch falsche Reinigung oder Ablagerungen an Sicherheit verlieren. Die BFU weist darauf hin, dass Reinigung und Instandhaltung gemäss den Herstellerangaben wichtig für die sichere Nutzung eines Bodenbelags sind.
Ein geeignetes Wartungskonzept sollte folgende Punkte enthalten:
- regelmässige Reinigung
- Entfernung von Algen und Ablagerungen
- Kontrolle der Fugen
- Reinigung der Abläufe und Rinnen
- Überprüfung lockerer Elemente
- Kontrolle von Glasflächen
- Prüfung der Rutschhemmung
- Kontrolle der Randanschlüsse
- Wartung technischer Einbauten
- Ersatz beschädigter Bodenplatten oder Dielen
Vorteile einer Aluminium-Unterkonstruktion
Eine Aluminium-Unterkonstruktion kann für hochwertige Poolterrassen mehrere Vorteile bieten:
- präzise Profilgeometrie
- geringes Eigengewicht
- hohe Formstabilität
- Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit
- keine Fäulnis
- definierte Auflagerung
- Kombination verschiedener Materialien
- klare Randabschlüsse
- Ausbildung sichtbarer Aluminiumfugen
- modularer und zugänglicher Aufbau
Die konkrete Belastbarkeit hängt von Profilquerschnitt, Spannweite, Auflagerabstand und Montage ab. Sie muss für das jeweilige Projekt geprüft werden.
Vorteile für Poolbauer und Gartenbauer
Für Poolbauer und Gartenbauer liegt ein wesentlicher Vorteil in der systematischen Verbindung zwischen Pool, Terrasse und Gartenanlage.
Ein Aluminium-Bodensystem kann dabei unterstützen:
- Höhenunterschiede auszugleichen
- klare Linien bis zum Poolrand zu führen
- unterschiedliche Beläge zu kombinieren
- Revisionsbereiche einzuplanen
- saubere Übergänge zu Pergolen herzustellen
- technische Komponenten zugänglich zu halten
- präzise Randabschlüsse auszuführen
- Wasserführung frühzeitig zu berücksichtigen
Voraussetzung ist eine klare Abstimmung zwischen Poolbauer, Gartenbauer, Architekt, Abdichter, Metallbauer und Bodenleger.
Vorteile für Architekten und Landschaftsarchitekten
Für Architekten und Landschaftsarchitekten ist die Poolterrasse ein wichtiger Bestandteil des Gesamtentwurfs. Die Linien des Gebäudes können über den Boden bis zum Pool weitergeführt werden.
Das LOTTERS-System ermöglicht eine Gestaltung mit:
- geraden Aluminiumfugen
- grossformatigem Feinsteinzeug
- WPC-Bereichen
- begehbaren Glasfeldern
- individuellen Rastern
- sichtbaren Materialübergängen
- klaren Randprofilen
- Integration von Beleuchtung
- Übergängen zwischen innen und aussen
- vom Yachtdesign inspirierter Formensprache
Damit wird die Unterkonstruktion nicht nur als verborgenes Bauteil betrachtet. Die sichtbaren Profile werden Teil der architektonischen Gestaltung.
Typische Planungsfehler bei Poolterrassen
Ungeeigneter Bodenbelag
Nicht jeder optisch ansprechende Belag ist für dauerhafte Nässe, Barfussnutzung oder hohe Sonneneinstrahlung geeignet.
Fehlende Rutschhemmung
Eine Oberfläche kann trocken sicher wirken und bei Nässe stark an Rutschhemmung verlieren.
Unzureichende Entwässerung
Wasser darf weder am Gebäude noch unterhalb des Belags dauerhaft stehen bleiben.
Fehlende Abstimmung mit dem Poolrand
Höhe, Fugenbild und Bewegungsanschlüsse müssen zwischen Pool und Terrassenkonstruktion abgestimmt werden.
Zu grosse Auflagerabstände
Platten und Dielen dürfen nur innerhalb der zulässigen Spannweiten eingesetzt werden.
Fehlende Revisionszugänge
Pooltechnik, Abläufe und Beleuchtung müssen erreichbar bleiben.
Nicht berücksichtigte Materialausdehnung
Aluminium, WPC, Glas und Stein besitzen unterschiedliche thermische Eigenschaften.
Unebene Verlegung
Aufstehende Kanten und Höhenversätze erhöhen die Stolpergefahr.
Zu späte Auswahl des Bodensystems
Wird das System erst nach Fertigstellung des Pools und der Gebäudeanschlüsse ausgewählt, können Konflikte bei Aufbauhöhe und Entwässerung entstehen.
Planungscheckliste für eine Poolterrasse
Vor Beginn der Ausführung sollten mindestens folgende Punkte geklärt sein:
- Welche Nutzung ist vorgesehen?
- Wird die Fläche hauptsächlich barfuss genutzt?
- Welche Anforderungen bestehen an die Rutschhemmung?
- Welcher Belag soll eingesetzt werden?
- Welche Aufbauhöhe steht zur Verfügung?
- Wie ist der Untergrund beschaffen?
- Wie erfolgt die Entwässerung?
- Wo befinden sich Abläufe und Rinnen?
- Wie wird der Anschluss zum Poolrand ausgeführt?
- Wie wird der Anschluss zum Gebäude ausgebildet?
- Welche Auflagerabstände sind zulässig?
- Wie werden Materialbewegungen aufgenommen?
- Welche Technikbereiche müssen zugänglich bleiben?
- Wie werden Rand- und Abschlussprofile ausgeführt?
- Soll Stein, WPC oder Glas kombiniert werden?
- Wie verläuft das sichtbare Fugenraster?
- Welche Wartungs- und Reinigungsarbeiten sind erforderlich?
- Welche Normen und Herstellervorgaben gelten?
- Wer koordiniert die Schnittstellen zwischen den Gewerken?
- Wie wird die Konstruktion statisch und technisch überprüft?
Fazit
Eine hochwertige Poolterrasse ist eine technisch anspruchsvolle Konstruktion. Bodenbelag, Unterkonstruktion, Entwässerung, Rutschhemmung, Poolrand und Gebäudeanschlüsse müssen als gemeinsames System geplant werden.
Das LOTTERS Aluminium-Bodensystem ermöglicht die Kombination von Feinsteinzeug, WPC, Sicherheitsglas und sichtbaren Aluminiumprofilen. Dadurch können Poolbereiche entstehen, die technisch strukturiert und gestalterisch aussergewöhnlich ausgeführt werden.
Besonders die geraden Aluminiumfugen schaffen eine klare architektonische Linienführung. In Verbindung mit hochwertigen Materialien entsteht eine Gestaltung, die sich an den Prinzipien des modernen Yacht- und Premiumdesigns orientiert.
Die technische Auslegung muss dennoch immer projektspezifisch erfolgen. Tragfähigkeit, Belagsaufbau, Rutschhemmung, Entwässerung, Abdichtung und Anschlussdetails sind durch die verantwortlichen Planer und Fachunternehmen zu prüfen.
Weitere Informationen:
LOTTERS Aluminium-Bodensystem
Häufig gestellte Fragen
Welcher Belag eignet sich für eine Poolterrasse?
Geeignet sind Materialien, die für den Aussenbereich, dauerhafte Feuchtigkeit und die vorgesehene Nutzung freigegeben sind. Häufig werden Feinsteinzeug oder WPC eingesetzt. Entscheidend sind Rutschhemmung, Belastbarkeit, Oberflächentemperatur und Pflege.
Ist Feinsteinzeug für Poolterrassen geeignet?
Feinsteinzeug kann sich sehr gut eignen, sofern die verwendete Platte für den Aussen- und Nassbereich vorgesehen ist. Rutschhemmung, Frostbeständigkeit, Materialstärke und Auflagerung müssen geprüft werden.
Kann WPC direkt am Pool verwendet werden?
WPC kann im Poolbereich eingesetzt werden, wenn das Produkt für diese Nutzung freigegeben ist. Wasserabfluss, Hinterlüftung, Befestigung und thermische Ausdehnung sind zu berücksichtigen.
Warum eignet sich Aluminium als Unterkonstruktion?
Aluminium ist formstabil, feuchtigkeitsbeständig und präzise bearbeitbar. Es quillt nicht auf und verrottet nicht. Die konkrete Dimensionierung muss jedoch projektspezifisch erfolgen.
Muss eine Poolterrasse ein Gefälle besitzen?
Die Fläche und die darunterliegenden wasserführenden Ebenen müssen so geplant sein, dass Wasser kontrolliert abgeführt wird. Das erforderliche Gefälle hängt vom Aufbau, Belag und Entwässerungskonzept ab.
Ersetzt das LOTTERS-System die Abdichtung?
Nein. Das LOTTERS-System bildet den Boden- und Nutzbelagsaufbau. Eine erforderliche Bauwerksabdichtung muss separat geplant und ausgeführt werden.
Sind begehbare Glasfelder am Pool möglich?
Begehbare Glasfelder können integriert werden. Glasaufbau, Tragfähigkeit, Rutschhemmung, Lagerung und Resttragfähigkeit müssen für das konkrete Projekt bemessen werden.
Ist das System nur für den Aussenbereich geeignet?
Nein. Das LOTTERS-System kann auch für anspruchsvolle Innenbereiche wie Showrooms, Hotels, Verkaufsflächen oder Wellnessanlagen geplant werden.
